Kamera aus Pappe

🗓 2007-08-15

Heute erfreuten unsere deutschen Touristen alle mit einer weiteren Kuriosität aus Übersee – einer Pappkamera. Zu meiner großen Überraschung handelte es sich nicht um eine Einweg-Pappkamera aus dem Supermarkt, sondern um eine selbstgebaute, aus Pappkarton und Isolierband zusammengebaute Kamera. Conrad, der Autor dieses Wunderwerks der Technik, verriet uns einige Geheimnisse der Pappfotografie.
Erstens verfügt diese Kamera nicht über ein einziges Objektiv, sondern nur über einen kleinen Schlitz (natürliche Lochkamera). Und da es keine Linsen gibt, bedeutet das auch keine Brennweite – absolut alles im Bild ist klar (scharf). Plus das Fehlen einer sphärischen Verzerrung.
Zweitens verwendet die Kamera Mittelformatfilme mit einer Bildseitenbreite von 6 Zentimetern. Dadurch ist die Kamera superweitformatig.
Drittens hat die Kamera keinen Verschluss – nur ein kleines Stück Isolierband, das den Objektivschlitz abdeckt. Die Kamera wird auf einem Träger installiert, die Ausrichtung wird durchgeführt und das Isolierband wird für einen Zeitraum von 2 Sekunden bis ... unendlich abgerissen. Es gibt keine Obergrenze für die Belichtungszeit!
Nun, und das Wichtigste ist, dass ein solches Gerät absolut exklusiv ist. Es ist unwahrscheinlich, dass Sie so einen zweiten treffen werden. Und es wird immer etwas zu besprechen geben.

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