Thomas sagte nur: <Ich bin tot> und verlor das Bewusstsein
🗓 2006-05-30
Vom 21. bis 25. Mai war das Wetter am Everest außergewöhnlich gut und ruhig. Am 25. Mai um 12 Uhr nachts verließ ein Team, bestehend aus Lincoln Hall (Australien), Thomas Weber (Deutschland), Guide Harri Kikstra (Holland), begleitet von 5 Sherpa-Hochgebirgsträgern, das Lager auf 8300 m zum Aufstieg.
Die Gruppe hatte eine große Menge Sauerstoff dabei, da ein Teil der Gruppe den Aufstieg abgebrochen hatte und es im Lager 8300 etwa 20 zusätzliche Flaschen gab. Um 9:00 Uhr kletterte Lincoln Hall, begleitet von drei Sherpas, in gutem Tempo zum Gipfel und berichtete fröhlich per Funk.
Um 9:15 Uhr berichtete Harri Kikstra, dass Thomas Weber, ein sehbehinderter Bergsteiger, sein Augenlicht vollständig verloren hatte und in diesem Zustand die Überquerung der Felsen zum Gipfel auf 8800 Metern nahezu unmöglich erschien.
Nach der Besprechung begannen Thomas, Harry und zwei Sherpas um 9:30 Uhr ihren Abstieg, 50 Meter vor dem Gipfel.
Um 10:00 Uhr erreichte Lincoln Hall beim Abstieg das Schneedreieck auf einer Höhe von 8800 Metern. Und in diesem Moment berichteten die Sherpas, dass Lincoln sehr schlecht nach unten zu kommen begann und die Koordination verloren ging. Um 10:30 Uhr legte sich Lincoln in den Schnee und konnte nicht mehr alleine herunterkommen. Die Sherpas begannen mit den Transportarbeiten.
Um 11:30 Uhr wurden zwei Sherpas mit Sauerstoff in einer Durchflussrate von 4 Litern pro Minute vom ABC-Lager losgeschickt, um den Bergsteigern zu helfen. Sie hätten zusätzlichen Sauerstoff, Getränke usw. mitbringen sollen.
Plötzlich, um 12:20 Uhr, meldete Harry Kikstra, dass er, Thomas und zwei Sherpas sich auf der Höhe der zweiten Etappe, einer Höhe von 8700 Metern, befanden. Thomas brach zusammen, Thomas sagte nur: „Ich bin gestorben“ und verlor das Bewusstsein. Um 12:40 Uhr wurde ein Todesfall registriert.
Harry machte ein Foto des Verstorbenen und schickte einen der Sherpas hoch, um beim Transport Lincolns zu helfen. Dann gingen er und einer der Sherpas zu Boden.
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Schlussfolgerungen: In der Saison 2006 am Everest starb eine Rekordzahl an Bergsteigern, nach unseren Informationen – 15 Menschen. Seltsamerweise war der Grund das ausschließlich gutes, ruhiges Wetter, unnatürlich für den Everest, der vom 10. bis 25. Mai andauerte. Dieses Wetter ermöglichte es einer großen Anzahl von Bergsteigern, den Gipfel zu erreichen, die bei härteren Bedingungen den Aufstieg in tieferen Lagen wahrscheinlich abgebrochen hätten. Der Gipfel ist zu einer Falle für Bergsteiger mit versteckten gesundheitlichen Problemen geworden.
Leiter der 7 Summits Club-Expedition zum Everest Alexander Abramov und Geschäftsführerin Lyudmila Korobeshko