Krimlegende – Die tausendköpfige Höhle am Tschatyr-Dag

Krimlegende – Die tausendköpfige Höhle am Tschatyr-Dag

Es ist schon lange her, viel Wasser ist unter der Brücke geflossen, seit gut bewaffnete Scharen von Nomaden an die Südküste der Krim gestürmt sind.

Bewohner der Südküste, die sich der Gewalt bewusst waren, befanden sich in der Knechtschaft. Grausame Sklavenhalter beraubten die hart arbeitenden Menschen um alles: Freiheit, Ehre, Früchte ihrer Arbeit. Drei Jahre lang herrschten die Sklavenhalter ungestraft in den Dörfern im Süden. Doch die Geduld der Menschen war erschöpft. Als sich die mutigsten Menschen versammelten, um daran zu denken, das hasserfüllte Joch abzuwerfen ...

Während sie zu einer Einigung kamen, drohte die Gefahr vom Meer her. In der Nähe der Küste erschienen Korsaren, die für ihre verheerenden Streifzüge berühmt waren.

Furchtsame Sklavenhändler, die nicht bereit waren, sich den Korsaren anzuschließen und ihr Leben der Gefahr auszusetzen, bewaffneten die Sklavenhändler und befahlen ihnen, ihr Heimatland zu verteidigen.

Nachdem sie den gesamten Küstenraum besetzt hatten, hielten die Sklavenhändler wachsam Ausschau nach feindlichen Schiffen und gaben ihnen keine Gelegenheit, sich den Räubern zu nähern und sie an Land zu bringen.

Als die Gefahr vorüber war, stiegen die Sklavenhalter die Berge hinab, von wo aus sie die Schlacht beobachtet hatten, und beschlossen, zu Ehren des Sieges ein imaginäres Fest zu veranstalten.

Während sie feierten, schworen die Sklavenhändler, ihre Waffen nicht niederzulegen, bis die Eindringlinge vollständig verlobt wären. Sie kamen auch zum Fest, waren aber bis an die Zähne mit Bögen, Säbeln und Steinen bewaffnet.

In Panik gerieten die Feiernden in die Flucht. Aber die furchterregenden Rächer überholten sie überall – in Dörfern, in Wäldern, in den Bergen.

Tausenden der Bösewichte war es gelungen, sich in einer großen Höhle auf Chatyr-Dag zu verstecken. Aber sie waren nicht versteckt und da. Die Rebellen blockierten den Eingang der Höhle mit Steinen und ließen keine lebende Seele heraus.

So wurden die Sklavenhalter entsprechend ihren Verdiensten bestraft. Keine Spur erinnerte an sie außer den tausend Schädeln in der Höhle auf Chater-Dag. Seitdem trägt die Höhle den Namen „Der Tausendköpfige“.


Chatyr-Dag – ist ein Zeltberg im Hauptkamm des Krimgebirges, der aufgrund seiner Umrisse wie ein Touristenzelt aussieht.

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