Tschernobyl

Die Auswirkungen sind auch 18 Jahre später noch zu spüren. Die Katastrophe ereignete sich am 26. April 1986 um 1:23 Uhr, als ein Sicherheitstest des Reaktors Nr. 4 schrecklich schief ging. Zwei Explosionen sprengten den Deckel des Reaktors, und die Strahlung, die mindestens das Hundertfache der Atombomben von Hiroshima und Nagasaki zusammen betrug, wurde freigesetzt und breitete sich mit der Zeit über die gesamte nördliche Hemisphäre aus.

Weißrussland, nur 12 km nördlich von Tschernobyl, wurde am stärksten getroffen. Doch in der Ukraine waren 35.000 km2 Wald oder 40 % der gesamten Waldfläche des Landes durch radioaktiven Niederschlag verseucht. Heute sind noch immer sechs Prozent des gesamten Territoriums der Ukraine kontaminiert. Vom aktuellen Staatshaushalt sind immer noch 5 % für die Folgen von Tschernobyl zuständig. Bis 2015 soll die Katastrophe die ukrainische Wirtschaft 201 Milliarden Dollar gekostet haben. Berichten zufolge sind von den 800.000 „Liquidatoren“, die zur Säuberung herangezogen wurden, bisher zwischen 25.000 und 100.000 an den Folgen der Strahlenexposition gestorben. Schilddrüsen- und Brustkrebs haben in kontaminierten Gebieten dramatisch zugenommen. Obwohl Kiew nur 130 km südlich von Tschernobyl liegt, ist die Hauptstadt völlig sicher. Das Tschernobyl-Museum ist ein ausgezeichneter Ort, um mehr über diese Tragödie zu erfahren, während für Extremtouristen geführte Tagesausflüge nach Tschernobyl selbst angeboten werden.

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