Kara-Dag-Reservat
Amethyst, Onyx, Karneol, Achat, Jaspis und viele andere Kristalle und Mineralien sind hier zu finden, und Edelsteine aus der Region werden auf der ganzen Welt geschätzt. Es gibt eine reiche Tierwelt und durch die Lage an der Küste können Sie Seevögel wie Kormorane, aber auch Adler, Störche, Eichelhäher und viele andere beobachten. In den Bergen leben zahlreiche Schlangen (nicht giftig) und auch eine Reihe von Spinnen. Von diesen ist nur die Schwarze Witwe giftig. Im zapovyednik gibt es seltene und teilweise vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten wie Junges Wüstenkerze und Poyarkovas Weißdorn, von denen viele im Roten Buch der Ukraine aufgeführt sind. Auf einer Fläche von 25 km² gibt es Tannen- und Pistazienwälder, Laubwälder mit Flaumeichen und orientalischen Hainbuchen sowie in Meereshöhe reiche Wiesen und Steppengebiete, die reich an Kräutern sind. In höheren Lagen findet man Eichen, Eschen und Ebereschen, Kornelkirsche und Liguster. Im Kizil-Tash-Bergwald wachsen griechische Wacholder.
Wacholderholz mit seinem herrlich würzigen Duft wird mit der Krim identifiziert, und jeder, der hier war, hat wahrscheinlich einen Souvenirkamm, einen Teekannenständer oder etwas Ähnliches mit nach Hause genommen, damit der Duft ihn an seinen Urlaub erinnern kann. Viele Mythen ranken sich um ihn – manche glauben, dass er den Besitzer vor Diebstahl schützt, andere glauben, dass er Liebe anzieht und die spirituelle Entwicklung fördert. Es ist in der Aromatherapie und Kerzenherstellung beliebt und es gibt Hinweise darauf, dass es natürliche antiseptische Eigenschaften hat. Leider ist er so beliebt geworden, dass der Verkauf von Wacholderprodukten aus Konservierungsgründen mittlerweile eingeschränkt ist.
Besuch des Reservats
Kara-Dag wurde 1979 zum zapovyednik – Nationalreservat – erklärt und seitdem wurden sorgfältige Maßnahmen zu seinem Schutz ergriffen. Es gibt ein Besucherzentrum mit einem kleinen Wildtiermuseum, und hier können Sie eine Eintrittskarte (ca. 15 UAH) für einen geführten Spaziergang kaufen. Aus Angst vor Bränden und Erosion ist das selbstständige Gehen nicht gestattet. Außerdem ist der Eisengehalt in einigen Vulkanbergen so hoch, dass er ein Magnetfeld erzeugt, das Kompasse stören kann. Daher ist eine gute Kenntnis der Bergpfade unerlässlich. Aber die vierstündige geführte Wanderung führt Sie mit einem äußerst sachkundigen Ranger direkt in die interessantesten Teile des Reservats (nehmen Sie jedoch einen Dolmetscher mit, da dieser normalerweise kein Englisch spricht). Es ist ein einzigartiges, unvergessliches Erlebnis – Sie werden es nicht bereuen.