Foros-Kirche

Foros-Kirche

Die Kirche auf dem 400 m hohen Felsen von Foros blickt direkt auf das Schwarze Meer und auf den Ferienort, in dem Gorbatschow in seiner Datscha Urlaub machte, als in Moskau der Militärputsch stattfand. Er wurde hier unter Hausarrest festgehalten, während die Nachrichtenmedien die Lüge verbreiteten, er sei krank und werde auf der Krim medizinisch behandelt.

Die Zeiten haben sich weiterentwickelt – die politische Landkarte wurde neu gezeichnet und die Krim ist kein sowjetisches Lehen mehr. Die Datscha bleibt erhalten und ist heute die offizielle Ferienresidenz des Präsidenten der Ukraine.

 Im Winter gleicht die Kirche eher einem Märchen. Im Sommer ist es von üppiger grüner Vegetation umgeben und direkt dahinter glitzert das Meer. Primärfarben überwiegen. Aber im Januar verschmilzt das Meer mit dem Himmel und das Sonnenlicht verwandelt sich in der kühlen Luft in Pastelltöne.

Die Auferstehungskirche Christi wurde 1892 erbaut. Vier Jahre zuvor war Zar Alexander III. mit seiner Familie auf dem Weg von der Krim nach St. Petersburg zurückgekehrt, als der Zug, in dem er saß, in ein schweres Eisenbahnunglück verwickelt war. Der größte Teil des Zuges wurde entgleist, aber der Wagen mit der kaiserlichen Familie blieb unversehrt auf den Gleisen.

Der Bau der Kirche wurde von einem reichen örtlichen Teehändler, A. G. Kusnezow, finanziert, als Dank an Gott für die Rettung des Zaren und seiner Familie.

Die Kirche wurde im byzantinischen Stil ähnlich dem der Moskauer Kirchen Ende des 18. Jahrhunderts vom Architekten N. M. Chagin entworfen. Ein italienischer Künstler, Antonio Salviati, wurde mit der Anfertigung der Mosaike beauftragt, und die Innengemälde sind das Werk von drei Künstlern – A.K. Korzukhin, V.E. Makovsky und der Akademiker N. E. Sverchkov.

Sieben Jahre nach der Revolution von 1917 wurde die Kirche geschlossen und ihr Priester nach Sibirien geschickt. Die Kirche wurde zerstört, einige der Wandgemälde wurden übermalt und die Kirche wurde in eine Snackbar für Touristen umgewandelt, bis 1969 auch diese geschlossen und die Kirche verlassen wurde.

Im Jahr 1992 ermöglichten Gorbatschows Reformen die Rückgabe der Kirche an die Gemeinde und nach langwierigen Restaurierungsarbeiten wurde sie wiedereröffnet. Mittlerweile finden regelmäßig Gottesdienste statt.

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