Thermounterwäsche
Funktionsunterwäsche für den Sport nennen wir traditionell „Thermounterwäsche“. Das ist nicht ganz richtig, aber Tradition ist Tradition. Die Vorsilbe „Thermo“ führt den Käufer in die Irre und oft werden Fragen gestellt: „Wie warm wärmt diese Unterwäsche?“ oder „Bei welcher Temperatur hält mich diese Unterwäsche warm?“ Funktionsunterwäsche kann neben der Wärme noch viele weitere Funktionen übernehmen, aber seit es „Thermounterwäsche“ gibt, soll das der Einfachheit halber so sein. Aber vergessen Sie nicht, dass „Funktionsunterwäsche“ korrekter ist.
| Klassifizierung von Funktionsunterwäsche. | |
| 1. Einteilung nach Materialart (unabhängig von der Dicke) Funktionsunterwäsche kann aus Polyester (Lavsan), Polypropylen, Wolle, Baumwolle oder Mischungen davon hergestellt werden. Rein synthetische Materialien leiten Feuchtigkeit besser ab und sind langlebiger. Durch den Zusatz von Baumwolle oder Wolle wird das Leinen angenehmer zu tragen. Modifiziertes Polypropylen ist mit Abstand das erfolgreichste Material für Unterwäsche - es weist nahezu keine Saugfähigkeit auf und leitet Feuchtigkeit daher am besten ab. | |
| Einteilung nach der Art der „ausgeführten Arbeit“. | |
| Funktionsunterwäsche kann mehrere Funktionen erfüllen - wärmen, Feuchtigkeit ableiten oder beides gleichzeitig. Bei körperlicher Arbeit gibt die menschliche Haut relativ viel Feuchtigkeit ab, die sich im Stoff gewöhnlicher Unterwäsche ansammelt und deren Wärmeisolationseigenschaften stark beeinträchtigt. Die Erwärmung und Verdunstung dieser Feuchtigkeit erfordert zusätzliche Energie. Dies macht sich besonders beim Wassersport bemerkbar, wenn auch Feuchtigkeit von außen eindringt. Wichtig hierbei ist, dass beispielsweise Polypropylen überhaupt kein Wasser aufnimmt und man keine Energie für die Erwärmung dieses Wassers verschwendet - es läuft schnell ab und die Wäsche trocknet in wenigen Minuten, auch am Körper, ohne Beschwerden zu verspüren. Diese. Moderne Funktionsunterwäsche leitet Feuchtigkeit effektiv vom Körper weg (entweder in die Atmosphäre oder in die äußeren Kleidungsschichten), was den Wärmeverlust des Körpers bei kaltem Wetter reduziert und für ein angenehmes Tragegefühl sorgt. Leinenserien mit erhöhter Dicke verfügen nicht nur über wasserableitende Eigenschaften, sondern auch über ausreichende wärmeisolierende Eigenschaften, sodass sie als Pullover verwendet werden können. | |
| Über die Verwendung von Thermounterwäsche. | |
| Der traditionelle Einsatzbereich von Funktionsunterwäsche ist der Einsatz als erste Schicht in einem mehrschichtigen Bekleidungssystem. Dies ist heute ein allgemein anerkanntes Bekleidungssystem, das die Verwendung mehrerer (von 1 bis 3-5) Kleidungsschichten beinhaltet, wobei der Hauptzweck der ersten Schicht darin besteht, Feuchtigkeit vom Körper abzuleiten, die nächste Schicht normalerweise aus Polartec besteht und für die Wärmeregulierung sorgt und die nächste Schicht Schutz vor Wind und Niederschlag bietet und aus Membranstoffen wie Gore-Tex besteht. Auch verschiedene Zwischenvarianten sind möglich. | |
| Die Eigenschaften von Thermounterwäsche hängen von fünf Komponenten ab: Stoffzusammensetzung, Faserwebung, Stoffwebung, Art der Verarbeitung, Schnitt und Qualität der Schneiderei. Stoffzusammensetzung – wie bereits erwähnt, ist Polypropylen heute eines der besten Materialien. Polyester ist ihm etwas unterlegen. Faserweben – fast alle modernen Thermounterwäschestoffe bestehen aus Mikrofaser – das ist eine sehr dünne Faser aus verschiedenen Abschnitten, die beim Einweben in den Stoff aufgrund der hohen Faserdichte ein einzigartiges Komfortgefühl erzeugt. Art der Behandlung – hochwertiges Leinen muss über eine spezielle antibakterielle Behandlung verfügen, um unangenehme Gerüche bei längerem Tragen zu reduzieren. Im Vergleich zu herkömmlichen Imprägnierungen zeichnet sich die TG900-Faser aus. Granulat mit antibakterieller Zusammensetzung wird in die Faserstruktur eingebunden und sorgt für eine länger anhaltende Wirkung. Aber leider sind alle diese Zusammensetzungen nicht sehr haltbar und werden nach 2-5 Wäschen ausgewaschen – da es unmöglich ist, die Kleidung nicht zu waschen. | |
| Nun einige Tipps zur Auswahl der Unterwäsche. | |
| 1. Wenn Sie Unterwäsche für den Alltag benötigen, können Sie fast alles wählen – Wolle, mit Baumwollzusatz, rein synthetisch usw. Sie müssen nur bei der Wahl der Dicke keinen Fehler machen – dünne Unterwäsche für warmes Wetter, dicke für den Winter. 2. Wenn Sie Sportler, Skifahrer oder Snowboarder sind oder gerne im Winter angeln, dann ist sowohl Unterwäsche mit Zusatz von Naturfasern als auch rein synthetische Unterwäsche die richtige Wahl. Wichtig für Sie ist sowohl die Fähigkeit der Wäsche, Feuchtigkeit abzuleiten, als auch ihre wärmeisolierenden Eigenschaften. 3. Wenn Sie Kletterer, Wanderer, Kajakfahrer oder Segler sind, ist Ihre Auswahl sowohl im Winter als auch im Sommer auf 100 % synthetische Stoffe beschränkt. Nur solche Unterwäsche kann bei kontinuierlichem Tragen viele Tage lang Komfort und Wärme bieten. Und noch einmal zur Hauptsache. Funktionsunterwäsche soll in erster Linie Feuchtigkeit effektiv vom Körper ableiten – das ist ihre Hauptaufgabe. Mit Hilfe einer Daunenjacke lässt sich zwar Wärme erzielen, sie ersetzt jedoch kein hochwertiges Leinen. Weltweit gibt es viele Unternehmen, die Funktionsunterwäsche herstellen: TG 900 Moira, Litex, Levron, Helly Hansen, Craft, VauDe, Lowe Alpine, Big Pack und viele andere. Die Qualität der Wäsche dieser und anderer namhafter Unternehmen ist sehr hoch und ihre Eigenschaften unterscheiden sich kaum, was man über den Preis nicht sagen kann. Beispielsweise kostet ein Moira-Hemd+Hosen-Set 44 Euro und Helly Hansen etwa 100 Euro. Dies spiegelt nicht den Unterschied in Qualität und Eigenschaften wider – der Preis hängt von der Marketingpolitik des Herstellers und Verkäufers sowie von der „Werbung“ der Marke ab.
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