Simeiz-Observatorium

Schöne Wetterbedingungen – Wolkenlosigkeit, Trockenheit und Transparenz der Luft spielten eine wichtige Rolle in der Geschichte von Simeis. Es wurde ein astronomisches Observatorium geschaffen. Einige Grundlagenforschungen, wie die Entdeckung eines Phänomens wie der Sternrotation durch den Akademiker G.A.Shain, die Erforschung der Kohlenstoffisotope in den Sternen, brachten den Wissenschaftlern aus Simeis weltweite Anerkennung. Große Arbeit wurde geleistet, um Asteroiden – kleine Planeten – zu beobachten. Simeis-Wissenschaftler entdeckten mehr als hundert solcher Himmelskörper.

Zwei Drittel des Jahrhunderts bewachten die Astronomen den Berg Koshka. Nach dem Krieg, als das Astrophysikalische Observatorium der Krim in der Siedlung Nauchny bei Bachtschyssaraj gegründet wurde, stellte das Observatorium in Simeis seine Arbeit ein. Jetzt funktioniert dort einer der Zweige des Systems „Interkosmos“. Es handelt sich um eine internationale Versuchsstation zur Laserbeobachtung künstlicher Satelliten.

Mit Hilfe von Laseraufnahmen und einem Ortungsverfahren kann die Position der Satelliten genau bestimmt werden. Sie machen gleichzeitig Fotos. Unter den weißen Kuppeln der Laserstation ist eine Parabolantenne zu sehen, mit deren Hilfe 1959 erstmals ein Bild der dunklen Seite des Mondes gewonnen werden konnte. Es wurde von der automatischen interplanetaren Station „Luna-3“ gesendet. Jetzt erhebt sich diese Antenne über Simeis als Denkmal für eine der Etappen der Weltraumforschung.

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